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Nazis auch in Sulzbach- Rosenberg abgeblitzt (29.11.10)
Sulzbach- Rosenberg. Trotz sehr kurzer Vorlaufzeit (Donnerstag 18 Uhr) bis Samstag mittag haben sich ca 350 Nazigegner am Bahnhof eingefunden, sodass die um 12.30 mit dem Zug angereisten ca 50 Nazis des sogenannten "Freien Netzes Süd" und der "Nationalen Sozialisten Amberg" nur ca 100 meter vom Bahnhof auf ihrer Route vorankamen, da die Straße in beiden Richtungen immer wieder von Gegendemonstranten dicht war, dazwischen USK und grüne Polizisten ( geschätzt unter 100).
 
 
Vor allem die sehr vielen  jungen Nazigegner, mindestens ca 250 ermöglichten dies.
Bei dem Hin und Her gingen in Einzelfällen polizeiliche Einsatzkräfte sehr hart auch gegen völlig Unbeteiligte vor.
   
Nach zwei Stunden kündigte der Einsatzleiter an, dass die Polizei nun den Nazis das Demonstrationsrecht ermöglichen wird und sich alle strafbar machen, die hier stehen und nicht weggehen.
In die erste Reihe der Nazigegner waren zu diesem Zeitpunkt auch der 1.Bürgermeister,  der evangelische Dekan, einige  Stadträte  ( insgesamt waren 11 Stadt- und Kreisräte  verschiedener Parteien anwesend)  und  weitere  Erwachsene gekommen, die  nach vorne gerufen wurden. 
 
Der Bürgermeister schritt die 1.Reihe ab und verkündete in Richtung der  Gegendemonstranten: 
"Wir bleiben da". Es wurde nicht  geräumt.
 Minuten später beendeten die Nazis offiziell ihre Demonstration.
 
Daraufhin gelang es ca 30 Neonazis  ohne Behinderung durch die Polizei nach hinten wegzulaufen und im Pulk in die ca 1km entfernte Innenstadt zu gelangen und sich vor  dem Gebäude der selbstverwalteten Jugendclub "Schänke" selbst zu feiern (Treffpunkt der hiesigen alternativen Jugendlichen und Antifa) . Leider gelang es der Polizei nicht, die provokative Aktion der Nazis vor der "Schänke" zu vermeiden bzw. rasch zu beenden! 
 
Erst nach ca 30 - 40 min wurden sie von der Polizei zum Bahnhof begleitet und fuhren um ca 15.30 Uhr mit dem Zug wieder weg.
 
Die Nazis konnten ihre Demo mit Route um die gesamte Altstadt und Kundgebung auf dem Sparkassenplatz nicht durchführen.
 
Ausschlaggebend für den Erfolg trotz sehr kurzer Vorlaufzeit waren die  vielen jungen Leute, die durch ihre große Anzahl  die Straßen dicht machten 
und die Erwachsenen , einschließlich des Dekans, des 1. Bürgermeisters,  der Stadträte quer durch die Parteien und der Presse ganz vorne, was  die angedrohte  Räumung verhinderte.
 
Es konnte in SuRo die  Erfahrung erlebt werden:
 
Ein so wirkungsvoller Protest gegen  Nazis kann  nur gelingen, wenn  die engagierten  Jugendlichen und die etablierten Erwachsenen  zusammenhelfen.
Wir brauchen uns gegenseitig.
 
einzige Voraussetzung: Gewaltfreiheit
 
Mit guten Wünschen
 
Für den Initiatorenkreis der Plattform gegen Rassismus und Menschenverachtung
 
Alfred Tischler, Armin Rüger, Peter Lehner 
  
 
 
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