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Gewalttätige Nazis in Franken (11.01.12)
Franken. Wer glaubte die Enthüllungen um die Morde der Zwickauer Nazi- Terrorzelle (NSU, fünf davon in Bayern), hätte eine disziplinierende Wirkung im Kreis der hiesigen Neonazis, irrte. Das Nürnberger Bündnis Nazistopp hat die seither bekannt gewordenen Einschüchterungsversuche gegen DemokratInnen und MigrantInnen aufgelistet.

Ob in Nürnberg, Fürth, Weißenburg, Coburg oder Aschaffenburg: seit dem 11. November des letzten Jahres, dem bekannt werden der NSU- Morde, häufen sich die Übergriffe von Nazis.
Die Vergehen gehen von Schmiererein wie „Wir kriegen euch alle“ an einem Weißenburger Jugendzentrum, über das Abfackeln des Autos einer Familie, die sich engagierte gegen Neonazis einsetzt (Fürth) bis hin zu nächtlichen, körperlichen Angriffen auf junge Menschen (Neumarkt/ Oberpfalz), oder diversen Sachbeschädigungen an Einrichtungen von antifaschistischen Parteien, Bildungseinrichtungen und Jugendzentren.

Lakonisch stellt das Nürnberger Bündnis fest, die Aufklärungsquote der Behörden in alle den genannten Fällen sei „Null Komma Null“! Eine Einschätzung, die doch irgendwie ins Bild passt, welches Verfassungsschutz und Polizei bezüglich der terroristischen Nazi- Mordserie abgeben.

Für unsere breiten „bunt- Bündnisse“ in Würzburg und Schweinfurt ist zu schlussfolgern, dass wir weiter dran bleiben müssen. Mit Veranstaltungen und Aktionen aufklären, mit der Bevölkerung ins Gespräch kommen und gezielt aktiv werden, wenn Neonazis vor Ort ihre menschenverachtende Ideologie verbreiten. An dieser Stelle sei erinnert, dass auch in Schweinfurt Anfang Oktober 2011 Hakenkreuzschmierereien an Häuserwänden und Unterführungen in der Stadt zu sehen waren. Es hilft deshalb nicht weiter so zu tun als lebten wir auf einer Insel der Seeligen, wie es manch konservative Politiker gerne darstellen. Die Tatsachen malen ein anderes Bild.

Hier die Liste des Nürnberger Bündnisses Nazistopp:
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